In der hektischen Arbeitswoche sehnen sich viele nach einem Feierabendrezept, das schnell gelingt und dennoch alle am Tisch begeistert. Die schnelle Brokkoli-Quiche erfüllt genau diese Anforderungen: In nur 30 Minuten steht ein herzhaftes, ausgewogenes Gericht auf dem Tisch, das sowohl Gemüsemuffel als auch Feinschmecker überzeugt. Brokkoli liefert wertvolle Nährstoffe, während der cremige Guss aus Eiern und Sahne für Geschmeidigkeit sorgt. Diese Quiche benötigt keinen aufwendigen Mürbeteig, denn sie kommt mit fertigem Blätterteig aus, was die Zubereitungszeit erheblich verkürzt. Perfekt für alle, die nach einem langen Tag keine Lust auf stundenlanges Kochen haben, aber dennoch nicht auf hausgemachte Qualität verzichten möchten.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Den Ofen vorheizen und die Form vorbereiten
Heizt euren Backofen auf 200 Grad Celsius vor. Das ist wichtig, damit die Quiche später gleichmäßig durchbackt und der Teig schön knusprig wird. Während der Ofen aufheizt, fettet ihr eine Quicheform leicht mit Olivenöl ein. Das verhindert, dass der Teig später am Boden kleben bleibt. Rollt nun den fertigen Blätterteig aus seiner Verpackung und legt ihn vorsichtig in die Form. Drückt den Teig sanft an den Rändern fest und stecht den Boden mehrmals mit einer Gabel ein. Dieses Einstechen nennt man blindbacken, es verhindert, dass sich der Teig während des Backens aufbläht.
2. Den Brokkoli vorbereiten
Nehmt den tiefgekühlten Brokkoli aus der Packung. Ihr könnt ihn entweder kurz in der Mikrowelle oder in einem Topf mit kochendem Wasser auftauen lassen. Das dauert etwa 3 bis 4 Minuten. Wichtig ist, dass der Brokkoli nicht zu weich wird, denn er wird ja noch in der Quiche mitgebacken. Gießt das Wasser anschließend gut ab und lasst den Brokkoli etwas abkühlen. Schneidet die Röschen bei Bedarf in kleinere, mundgerechte Stücke. So verteilen sie sich später gleichmäßig in der Quiche und jeder Bissen enthält etwas von dem gesunden Gemüse.
3. Den Eierguss zubereiten
Jetzt bereitet ihr den cremigen Guss vor, der die Quiche zusammenhält und ihr den typischen Geschmack verleiht. Schlagt die drei Eier in eine Rührschüssel auf und verquirlt sie gut mit einem Schneebesen. Gebt dann die Sahne hinzu und rührt alles zu einer homogenen Masse. Homogen bedeutet, dass alles gleichmäßig vermischt ist und keine Streifen mehr zu sehen sind. Würzt die Mischung mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Muskatnuss. Die Muskatnuss gibt der Quiche eine feine, leicht nussige Note, die wunderbar mit dem Brokkoli harmoniert. Rührt zum Schluss etwa zwei Drittel des geriebenen Käses unter die Eiermasse.
4. Die Quiche füllen und belegen
Verteilt nun den vorbereiteten Brokkoli gleichmäßig auf dem Teigboden in der Form. Achtet darauf, dass die Röschen gut verteilt sind, damit jedes Stück Quiche später schön aussieht. Gießt anschließend den Eierguss vorsichtig über den Brokkoli. Lasst euch Zeit dabei und gießt langsam, damit der Guss sich gut zwischen den Brokkoliröschen verteilen kann. Streut zum Abschluss den restlichen geriebenen Käse über die Oberfläche. Dieser wird beim Backen schön goldbraun und bildet eine appetitliche Kruste.
5. Die Quiche backen
Schiebt die gefüllte Quicheform in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt die Quiche bei 200 Grad Celsius etwa 20 Minuten lang. Die Quiche ist fertig, wenn der Guss fest geworden ist und die Oberfläche eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat. Wenn ihr leicht an der Form rüttelt, sollte die Mitte nicht mehr wackeln. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Eierguss durchgebacken ist. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, könnt ihr die Quiche mit Alufolie abdecken. Nehmt die Quiche aus dem Ofen und lasst sie etwa 5 Minuten ruhen, bevor ihr sie anschneidet. So kann sich der Guss setzen und die Quiche lässt sich besser portionieren.
Tipp vom Chefkoch
Wenn ihr keine tiefgekühlten Brokkoliröschen zur Hand habt, könnt ihr auch frischen Brokkoli verwenden. Blanchiert ihn dann etwa 3 Minuten in kochendem Salzwasser und schreckt ihn anschließend in Eiswasser ab. So behält er seine leuchtend grüne Farbe und bleibt bissfest. Experimentiert ruhig mit verschiedenen Käsesorten: Gruyère verleiht der Quiche einen kräftigen Geschmack, während Ziegenkäse eine mediterrane Note bringt. Für eine noch herzhaftere Variante könnt ihr gewürfelte Schinkenwürfel oder geräucherten Lachs unter den Brokkoli mischen. Die Quiche schmeckt übrigens auch kalt hervorragend und eignet sich daher perfekt zum Mitnehmen ins Büro oder für ein Picknick.
Weinbegleitung zur Brokkoli-Quiche
Zu dieser herzhaften Brokkoli-Quiche empfiehlt sich ein trockener Weißwein, der die cremige Textur und den milden Gemüsegeschmack unterstreicht, ohne zu dominieren. Ein Chardonnay aus dem Burgund mit seiner buttrigen Note harmoniert wunderbar mit dem Eierguss und dem Käse. Alternativ passt auch ein Grauburgunder aus Baden hervorragend, dessen fruchtige Säure einen schönen Kontrast zur Cremigkeit der Quiche bildet. Wer lieber Rotwein trinkt, kann zu einem leichten Pinot Noir greifen, der nicht zu tanninhaltig ist. Für Nicht-Weintrinker bietet sich ein Apfelsaft-Schorle oder ein Kräutertee an, die beide die Aromen der Quiche unterstreichen, ohne sie zu überlagern.
Zusätzliche Info
Die Quiche stammt ursprünglich aus der Region Lothringen im Nordosten Frankreichs und hat sich von dort aus in ganz Europa verbreitet. Der Name leitet sich vom lothringischen Wort Küche ab, was auf die bäuerliche Herkunft dieses Gerichts hinweist. Traditionell wurde die Quiche Lorraine nur mit Speck, Eiern und Sahne zubereitet, ohne Käse oder Gemüse. Im Laufe der Zeit entwickelten sich jedoch zahlreiche Varianten, die verschiedenste Zutaten integrieren. Die Brokkoli-Quiche ist eine moderne Interpretation, die den Vorteil hat, dass sie deutlich mehr Gemüse enthält und somit ausgewogener ist. Brokkoli selbst stammt ursprünglich aus Italien und wurde bereits von den Römern geschätzt. Er gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist reich an Vitamin C, Vitamin K und Ballaststoffen. Die Kombination aus französischer Backtradition und italienischem Gemüse macht diese Quiche zu einem wahrhaft europäischen Gericht, das die Vorzüge verschiedener Küchenkulturen vereint.



