In deutschen Küchen erfreut sich das knoblauch-zupfbrot zunehmender Beliebtheit. Dieses gesellige Gebäck, bei dem jeder Gast sich ein Stück abzupfen kann, vereint knusprige Kruste mit weicher, käsegefüllter Mitte. Die Kombination aus aromatischem Knoblauch und geschmolzenem Käse macht dieses Brot zu einem Genusserlebnis, das sowohl als Beilage zum Grillen als auch als eigenständiger Snack funktioniert.
Ursprünglich aus der amerikanischen pull-apart-bread-tradition stammend, hat sich das Zupfbrot hierzulande zu einem Klassiker für gemütliche Abende entwickelt. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Backkenntnisse, und das Ergebnis beeindruckt selbst anspruchsvolle Gäste. Wer Knoblauch und Käse liebt, findet hier sein perfektes Rezept.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. den hefeteig vorbereiten
Das lauwarme Wasser in eine große Schüssel geben und die Trockenhefe sowie den Zucker hinzufügen. Alles gut verrühren und etwa 10 Minuten ruhen lassen, bis sich Schaum bildet. Dies zeigt, dass die Hefe aktiv ist. Das Mehl und Salz in einer separaten Schüssel vermischen. Anschließend das Olivenöl zum Hefewasser geben und die Mehlmischung nach und nach einarbeiten. Den Teig etwa 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er geschmeidig und elastisch wird. Eine Küchenmaschine erleichtert diese Arbeit erheblich. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
2. die knoblauchbutter zubereiten
Während der Teig ruht, die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die Knoblauchzehen schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken oder sehr fein hacken. Den gepressten Knoblauch zur geschmolzenen Butter geben und etwa 2 Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Dabei darauf achten, dass der Knoblauch nicht braun wird, da er sonst bitter schmeckt. Den getrockneten Oregano und Basilikum unterrühren. Diese Kräuterbutter vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen. Der intensive Duft dieser Mischung ist bereits ein Versprechen für das fertige Brot.
3. den teig ausrollen und schneiden
Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals kurz durchkneten. Mit einem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 40 x 30 cm ausrollen. Die Dicke sollte ungefähr 1 cm betragen. Mit einem scharfen Messer oder Pizzaschneider den Teig in gleichmäßige Quadrate von etwa 5 x 5 cm schneiden. Diese Größe ermöglicht später das typische Zupfen der einzelnen Brotstücke. Es sollten etwa 48 Quadrate entstehen. Die Quadrate müssen nicht perfekt sein, kleine Unregelmäßigkeiten geben dem Brot später seinen rustikalen Charakter.
4. die teigstücke würzen und schichten
Die Kastenform oder Springform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten. Jedes Teigquadrat einzeln mit einem Backpinsel großzügig mit der Knoblauchbutter bestreichen. Dabei sollte jede Seite etwas Butter abbekommen. Anschließend eine Prise der drei Käsesorten auf das Teigstück geben. Die verschiedenen Käsesorten sorgen für eine komplexe Geschmackstiefe: Mozzarella bringt Cremigkeit, Cheddar einen kräftigen Geschmack und Parmesan eine würzige Note. Die bestrichenen und mit Käse belegten Teigquadrate nun hochkant in die vorbereitete Form stellen. Dabei die Stücke dicht aneinander reihen, sodass sie sich gegenseitig stützen. Mehrere Reihen bilden, bis alle Teigstücke in der Form sind. Die restliche Knoblauchbutter über das geschichtete Brot träufeln und den übrigen Käse darüber streuen.
5. das brot gehen lassen und backen
Die gefüllte Form mit einem sauberen Küchentuch abdecken und nochmals 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In dieser Zeit verbinden sich die Teigstücke leicht miteinander, bleiben aber noch trennbar. Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Brot auf der mittleren Schiene etwa 30 bis 35 Minuten backen. Nach 20 Minuten mit Alufolie abdecken, falls die Oberfläche zu dunkel wird. Das Brot ist fertig, wenn es goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Der Käse sollte vollständig geschmolzen und leicht gebräunt sein. Aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, bevor man es vorsichtig herauslöst.
6. das zupfbrot servieren
Das noch warme Brot auf eine Servierplatte oder ein Holzbrett legen. Jetzt zeigt sich die besondere Eigenschaft dieses Brotes: Die einzelnen Stücke lassen sich mühelos abzupfen, wobei der geschmolzene Käse appetitliche Fäden zieht. Am besten schmeckt das knoblauch-zupfbrot warm serviert, wenn der Käse noch weich und der Knoblauch besonders aromatisch ist. Es eignet sich hervorragend als Beilage zu Salaten, Suppen oder gegrilltem Fleisch. Auch als eigenständiger Snack für gesellige Runden ist es ideal. Wer möchte, kann zusätzlich einen Dip aus Sauerrahm mit frischen Kräutern reichen.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch intensivere Knoblauchnote können Sie zusätzlich frischen, fein gehackten Knoblauch zwischen die Teigschichten streuen. Wer es weniger scharf mag, reduziert die Knoblauchmenge auf 5 Zehen. Das Brot lässt sich auch hervorragend vorbereiten: Nach dem Schichten in der Form können Sie es abgedeckt im Kühlschrank bis zu 12 Stunden aufbewahren. Vor dem Backen dann einfach 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Reste schmecken am nächsten Tag aufgewärmt im Ofen bei 150 Grad für etwa 10 Minuten fast wie frisch gebacken.
weinbegleitung zum knoblauch-zupfbrot
Zu diesem würzigen, käsereichen Brot passt ein kräftiger weißwein am besten. Ein chardonnay mit seiner buttrigen Note harmoniert wunderbar mit dem geschmolzenen Käse. Alternativ eignet sich ein grauburgunder, dessen Vollmundigkeit die Aromen des Knoblauchs ergänzt, ohne von ihnen überdeckt zu werden.
Wer lieber Rotwein trinkt, sollte zu einem leichten spätburgunder greifen. Dessen fruchtige Note bildet einen angenehmen Kontrast zur Würze des Brotes. Für Bierliebhaber empfiehlt sich ein helles lagerbier oder ein pale ale, dessen Hopfenbittere die Fettigkeit des Käses ausgleicht. Bei geselligen Runden mit verschiedenen Getränkevorlieben kann auch ein alkoholfreier holunderblütensirup mit sprudelndem wasser eine erfrischende Begleitung sein.
Zusätzliche Info
Das zupfbrot hat seine Wurzeln in der amerikanischen Backkultur, wo es als pull-apart bread oder monkey bread bekannt ist. Ursprünglich wurde es oft süß zubereitet, mit Zimt und Zucker. Die herzhafte Variante mit Knoblauch und Käse entwickelte sich später und eroberte schnell die europäischen Küchen.
In Deutschland wurde das Rezept besonders durch grillpartys und gesellige abende populär. Die interaktive Art des Essens, bei der jeder Gast sich selbst bedient und die Brotstücke abzupft, schafft eine ungezwungene Atmosphäre. Das gemeinsame Teilen verstärkt das Gemeinschaftsgefühl bei Tisch.
Interessant ist die Vielseitigkeit dieses Gebäcks: Während die klassische Version mit Knoblauch und italienischen Kräutern arbeitet, gibt es mittlerweile unzählige Variationen. Manche fügen getrocknete tomaten hinzu, andere experimentieren mit verschiedenen Käsesorten wie gorgonzola oder gruyère. In mediterranen Varianten findet man oft oliven und rosmarin zwischen den Teigschichten.



