Der Schneekusskuchen ist eine winterliche Köstlichkeit, die in der kalten Jahreszeit für pure Magie auf dem Kaffeetisch sorgt. Diese traditionelle deutsche Torte vereint knusprigen Biskuitboden mit cremiger Füllung und fluffigen Schokoküssen zu einem unwiderstehlichen Genusserlebnis. Die Kombination aus verschiedenen Texturen macht diesen Kuchen zu etwas ganz Besonderem: der zarte Boden trifft auf weiche Schaumküsse und eine samtige Cremeschicht. Ursprünglich in den 1970er Jahren populär geworden, erlebt der Schneekusskuchen heute eine Renaissance in deutschen Backstuben. Die Zubereitung ist einfacher als gedacht und das Ergebnis beeindruckt selbst anspruchsvolle Gäste. Mit wenigen Zutaten und etwas Geduld gelingt dieser spektakuläre Kuchen auch Backanfängern problemlos.
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25
moyen
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung des bodens
Den fertigen Biskuitboden aus der Verpackung nehmen und auf eine Tortenplatte legen. Falls der Boden zu hoch ist, mit einem langen Messer waagerecht halbieren. Die untere Hälfte als Basis verwenden. Den Tortenring um den Boden legen und fest andrücken, damit später keine Creme auslaufen kann. Der Tortenring ist ein verstellbarer Metallring, der die Form stabilisiert.
2. gelatine einweichen
Die Gelatineblätter in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen und etwa fünf Minuten quellen lassen. Das Wasser sollte die Blätter vollständig bedecken. Die Gelatine wird später die Cremeschicht stabilisieren und verhindert, dass der Kuchen zu weich wird. Nach dem Einweichen die Blätter gut ausdrücken.
3. sahne vorbereiten
Die Schlagsahne in eine große, kalte Schüssel geben. Mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe beginnen zu schlagen. Nach etwa einer Minute das Sahnesteif hinzufügen. Das Sahnesteif ist ein Pulver, das verhindert, dass geschlagene Sahne wieder flüssig wird. Weiter schlagen, bis die Sahne fest wird und Spitzen bildet.
4. creme verfeinern
Vanillezucker und Puderzucker zur geschlagenen Sahne geben. Vorsichtig mit einem Schneebesen unterrühren. Die ausgedrückte Gelatine in einem kleinen Topf bei schwacher Hitze auflösen, aber nicht kochen lassen. Zwei Esslöffel der Sahnemischung in die flüssige Gelatine rühren, dann alles zurück zur restlichen Sahne geben und zügig unterrühren.
5. schokoküsse vorbereiten
Die Schokoküsse vorsichtig aus ihrer Verpackung nehmen. Acht Stück davon halbieren, indem man mit einem scharfen Messer durch die Schokoladenhülle schneidet. Die restlichen vier Küsse ganz lassen für die Dekoration. Beim Schneiden ruhig und gleichmäßig vorgehen, damit die Schaumfüllung nicht zerdrückt wird.
6. erste cremeschicht
Die Hälfte der vorbereiteten Sahnemischung auf dem Biskuitboden verteilen. Mit einem Teigschaber gleichmäßig glattstreichen. Dabei darauf achten, dass die Creme bis zum Rand des Tortenrings reicht. Diese Schicht bildet das Fundament für die Schokoküsse und sollte etwa zwei Zentimeter hoch sein.
7. schokoküsse einarbeiten
Die halbierten Schokoküsse mit der Schnittfläche nach unten kreisförmig auf die Cremeschicht legen. Dabei vom äußeren Rand zur Mitte arbeiten. Die Küsse sollten dicht an dicht liegen, damit keine Lücken entstehen. Leicht in die Creme drücken, sodass sie gut haften.
8. zweite cremeschicht
Die restliche Sahnemischung über die Schokoküsse gießen. Mit dem Teigschaber vorsichtig verteilen und glattstreichen. Dabei aufpassen, dass die Schokoküsse nicht verrutschen. Die Oberfläche sollte möglichst eben sein. Den Kuchen für mindestens vier Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
9. dekoration
Nach der Kühlzeit den Tortenring vorsichtig entfernen. Dazu mit einem Messer zwischen Ring und Kuchen entlangfahren. Die ganzen Schokoküsse auf der Oberseite verteilen. Mit Schokoraspeln bestreuen und durch ein feines Sieb Kakao pulver darüber stäuben. Das gibt dem Kuchen sein charakteristisches winterliches Aussehen.
Tipp vom Chefkoch
Um zu verhindern, dass die Schokoküsse beim Schneiden zerdrücken, das Messer kurz unter heißes Wasser halten und abtrocknen. Die Wärme schmilzt die Schokolade leicht an und ermöglicht saubere Schnitte. Für eine noch cremigere Konsistenz kann ein Teil der Sahne durch Mascarpone ersetzt werden. Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag noch besser, weil die Aromen Zeit hatten sich zu verbinden. Wer möchte, kann den Biskuitboden vor dem Belegen mit etwas Orangenlikör beträufeln.
passende getränke zum schneekusskuchen
Zu diesem süßen Wintertraum passt hervorragend ein heißer Kakao mit einem Hauch Zimt oder eine dampfende Tasse Cappuccino. Die Kombination aus cremigem Kuchen und warmem Getränk ist besonders an kalten Wintertagen unwiderstehlich. Für Kinder eignet sich warme Milch mit Honig oder ein Glas kalte Milch. Erwachsene können auch einen Baileys-Kaffee servieren, dessen cremige Note wunderbar mit der Textur des Kuchens harmoniert. Ein Glas eiskalte Milch bildet einen schönen Kontrast zur süßen Cremigkeit des Desserts.
Zusätzliche Info
Der Schneekusskuchen hat seine Wurzeln in der deutschen Kaffeehaus-Tradition der 1970er Jahre. Damals wurden Schokoküsse, auch Negerkuss oder Mohrenkopf genannt, zu einer beliebten Backzutat. Die Süßigkeit selbst gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert, als französische Konditoren begannen, Schaumgebäck mit Schokolade zu überziehen. In Deutschland entwickelte sich daraus eine eigene Backkultur. Der Kuchen wurde besonders in Westdeutschland populär und galt als modernes, unkompliziertes Dessert für Familienfeiern. Heute erlebt er eine Renaissance, weil er Nostalgie mit einfacher Zubereitung verbindet. Die Kombination aus knusprig, cremig und luftig macht ihn zu einem Ganzjahres-Favoriten, wobei der Name auf seine ursprüngliche Bestimmung als Winterdessert hinweist.



