Knusprige Kartoffelrösti wie in der Schweiz: Ganz einfach mit diesem Rezept!

Knusprige Kartoffelrösti wie in der Schweiz: Ganz einfach mit diesem Rezept!

Die knusprigen Kartoffelrösti gehören zu den kulinarischen Aushängeschildern der Schweiz. Ursprünglich als Frühstück der Berner Bauern konzipiert, hat sich dieses einfache Gericht aus geriebenen Kartoffeln zu einem internationalen Klassiker entwickelt. Die perfekte Rösti vereint eine goldbraune, knusprige Außenseite mit einem weichen, cremigen Kern. Das Geheimnis liegt in der richtigen Kartoffelsorte, der optimalen Vorbereitung und einer geduldigen Zubereitung in der Pfanne. Mit diesem authentischen Rezept gelingt die traditionelle Schweizer Spezialität garantiert auch in der heimischen Küche. Die Zubereitung erfordert keine professionellen Kochkenntnisse, sondern lediglich hochwertige Zutaten und die Beachtung einiger wichtiger Handgriffe.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. vorbereitung der kartoffeln

Die Kartoffeln gründlich unter fließendem Wasser waschen und mit einer Gemüsebürste von Erdresten befreien. Für authentische Schweizer Rösti werden die Kartoffeln traditionell mit Schale verwendet, da diese zusätzlichen Geschmack und Struktur verleiht. Die Kartoffeln in einem großen Topf mit kaltem Wasser bedecken, eine Prise Salz hinzufügen und zum Kochen bringen. Die Kartoffeln etwa 8 bis 10 Minuten vorkochen, sie sollten noch fest sein und sich nicht vollständig durchstechen lassen. Dieser Vorgang wird als blanchieren bezeichnet, das bedeutet kurzes Garen in kochendem Wasser. Die vorgekochten Kartoffeln abgießen und vollständig auskühlen lassen, idealerweise über Nacht im Kühlschrank. Kalte Kartoffeln lassen sich deutlich besser reiben und behalten ihre Form während des Bratens.

2. kartoffeln reiben und würzen

Die ausgekühlten Kartoffeln mit der Schale auf einer groben Reibe reiben. Dabei entstehen lange, gleichmäßige Kartoffelstreifen, die für die typische Rösti-Struktur verantwortlich sind. Die geriebenen Kartoffeln in eine große Schüssel geben und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Gewürze vorsichtig mit den Händen untermengen, ohne die Kartoffelmasse zu stark zu pressen. Ein häufiger Fehler besteht darin, die Kartoffeln zu fest zusammenzudrücken, wodurch die Rösti später zu kompakt wird. Die Masse sollte locker und luftig bleiben, damit während des Bratens eine knusprige Textur entstehen kann.

3. erste bratphase

Eine beschichtete Pfanne mit etwa 26 bis 28 Zentimeter Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Hälfte der Butter in der Pfanne zerlassen und gleichmäßig verteilen. Die geriebene Kartoffelmasse in die Pfanne geben und mit einem Pfannenwender oder der Rückseite eines Löffels zu einem gleichmäßigen, runden Fladen formen. Die Ränder leicht andrücken, damit sie eine schöne Form erhält. Den Fladen etwa 12 bis 15 Minuten bei mittlerer Hitze braten, ohne ihn zu bewegen. Die Unterseite muss eine goldbraune, knusprige Kruste entwickeln. Geduld ist hier entscheidend, denn zu frühes Wenden führt dazu, dass die Rösti auseinanderfällt. Die Hitze sollte nicht zu stark sein, da die Rösti sonst außen verbrennt, bevor das Innere gar ist.

4. wenden und fertigbraten

Nach der ersten Bratphase einen großen Teller auf die Pfanne legen und die Rösti vorsichtig darauf stürzen. Die restliche Butter in der Pfanne erhitzen und die Rösti von der anderen Seite zurück in die Pfanne gleiten lassen. Auch die zweite Seite etwa 12 bis 15 Minuten goldbraun und knusprig braten. Während des Bratens kann man mit dem Pfannenwender sanft auf die Oberfläche drücken, um eine kompaktere Struktur zu erreichen. Die fertige Rösti sollte außen knusprig und innen weich sein. Zum Servieren die Rösti auf ein Küchenbrett gleiten lassen und in vier gleichmäßige Stücke schneiden. Alternativ kann man auch vier kleinere Rösti einzeln zubereiten, was das Wenden erleichtert.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Die verwendung festkochender kartoffelsorten wie charlotte, nicola oder linda ist entscheidend für das gelingen der rösti. Mehligkochende kartoffeln zerfallen während des bratens und ergeben keine knusprige struktur. Das vorgaren und vollständige auskühlen der kartoffeln verhindert, dass sie beim reiben zu matschig werden. Wer besonders knusprige rösti bevorzugt, kann die geriebenen kartoffeln vor dem braten in einem sauberen küchentuch ausdrücken, um überschüssige feuchtigkeit zu entfernen. Die brattemperatur sollte konstant mittel bleiben, zu starke hitze verbrennt die außenseite, während das innere roh bleibt. Für eine besonders authentische variante kann man fein gehackte zwiebeln oder speckwürfel unter die kartoffelmasse mischen.

passende getränke zur rösti

Zur herzhaften Kartoffelrösti passen trockene Weißweine aus der Schweiz besonders gut. Ein Fendant aus dem Wallis oder ein Chasselas vom Genfersee harmonieren perfekt mit der buttrigen Note der Rösti. Diese Weine besitzen eine frische Säure, die den reichhaltigen Geschmack ausgleicht. Alternativ eignet sich ein leichter Pinot noir aus der Schweiz, der mit seiner fruchtigen Note eine interessante Kombination bietet. Für eine alkoholfreie Variante empfiehlt sich ein apfelschorle, eine mischung aus apfelsaft und mineralwasser, die in der Schweiz traditionell zu kartoffelgerichten serviert wird. Ein kühles helles bier passt ebenfalls ausgezeichnet zur knusprigen Rösti.

Zusätzliche Info

Die Kartoffelrösti stammt ursprünglich aus dem Kanton Bern und wurde im 19. Jahrhundert als einfaches, sättigendes Frühstück der Landarbeiter bekannt. Der name leitet sich vom schweizerdeutschen wort rösten ab, was braten bedeutet. Traditionell bereiteten die bauern die rösti aus übrig gebliebenen kartoffeln vom vortag zu. Im laufe der zeit verbreitete sich das gericht in der gesamten schweiz und entwickelte regionale varianten. In der deutschschweiz wird die rösti oft als beilage zu fleischgerichten serviert, während sie in anderen regionen als hauptgericht mit käse, speck oder einem spiegelei ergänzt wird. Die röstigraben bezeichnung entstand als humorvolle metapher für die kulturellen unterschiede zwischen der deutsch- und französischsprachigen schweiz. Heute gilt die rösti international als symbol der schweizer küche und wird in zahlreichen restaurants weltweit angeboten.

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