Kalter Hund mit selbstgemachtem Shortbread – Rezepte – Verbraucher

Kalter Hund mit selbstgemachtem Shortbread - Rezepte - Verbraucher

Der kalte Hund gehört zu den nostalgischen Klassikern der deutschen Küche und erinnert viele an Kindergeburtstage und Familienfeste. Dieser Schichtkuchen ohne Backen, der traditionell aus Butterkeksen und einer Schokoladen-Kokosfett-Masse besteht, erhält heute eine besondere Veredelung durch selbstgemachtes Shortbread. Die Kombination aus knusprigen, butterreichen Keksen und der samtigen Schokoladencreme macht dieses Dessert zu einem wahren Genuss. Mit wenigen Zutaten und etwas Geduld entsteht ein beeindruckendes Ergebnis, das sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt.

45

15

moyen

€€

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Shortbread-Teig vorbereiten

Beginnt damit, die weiche Butter mit dem Zucker in einer großen Schüssel cremig zu rühren. Dieser Vorgang dauert etwa drei bis vier Minuten und ist entscheidend für die zarte Textur eurer Kekse. Die Butter sollte Zimmertemperatur haben, damit sie sich optimal mit dem Zucker verbindet. Gebt dann den Vanilleextrakt hinzu und vermischt alles gründlich. Siebt nun das Mehl zusammen mit der Prise Salz über die Butter-Zucker-Mischung. Verknetet alles zu einem glatten Teig, aber arbeitet nicht zu lange, sonst wird das Shortbread hart statt mürbe. Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und lasst ihn mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.

2. Shortbread ausrollen und backen

Heizt den Backofen auf 160 Grad Celsius vor. Rollt den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa fünf Millimeter dick aus. Schneidet rechteckige Kekse in der Größe eurer Kastenform zu, sodass sie später perfekt hineinpassen. Die Kekse sollten etwa acht mal vier Zentimeter groß sein. Legt die Teigstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backt sie für zwölf bis fünfzehn Minuten goldgelb. Sie sollten an den Rändern leicht gebräunt sein, aber nicht zu dunkel werden. Lasst die Shortbread-Kekse vollständig auskühlen, bevor ihr sie weiterverarbeitet.

3. Schokoladenmasse zubereiten

Während die Kekse abkühlen, bereitet ihr die Schokoladencreme vor. Hackt die Zartbitterschokolade in kleine Stücke und schmelzt sie zusammen mit dem Kokosfett im Wasserbad. Das Wasserbad ist eine schonende Methode zum Schmelzen, bei der eine Schüssel über einem Topf mit siedendem Wasser platziert wird, ohne dass die Schüssel das Wasser berührt. Rührt regelmäßig um, damit keine Klümpchen entstehen. Wenn alles geschmolzen ist, nehmt die Schüssel vom Herd und rührt das Kakaopulver und den Puderzucker unter. Gebt zum Schluss den Rum hinzu, der dem Ganzen eine aromatische Note verleiht. Lasst die Masse etwas abkühlen, aber sie sollte noch streichfähig bleiben.

4. Kastenform schichten

Kleidet eure Kastenform mit Frischhaltefolie oder Backpapier aus, sodass der kalte Hund später leicht zu entnehmen ist. Gebt eine dünne Schicht der Schokoladenmasse auf den Boden der Form und verteilt sie gleichmäßig. Legt nun eine Schicht Shortbread-Kekse darauf. Die Kekse sollten dicht an dicht liegen, damit keine Lücken entstehen. Bestreicht die Kekse großzügig mit der Schokoladencreme und achtet darauf, dass alle Zwischenräume gefüllt sind. Wiederholt diesen Vorgang, bis alle Kekse und die gesamte Schokoladenmasse aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte aus Schokolade bestehen.

5. Kühlen und servieren

Stellt die gefüllte Kastenform für mindestens vier Stunden, besser noch über Nacht, in den Kühlschrank. Die Schokoladenmasse muss vollständig fest werden, damit der kalte Hund seine typische Konsistenz erhält. Wenn ihr ihn stürzen möchtet, hebt die Folie vorsichtig an und löst den Kuchen aus der Form. Schneidet ihn mit einem scharfen Messer in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Taucht das Messer vor jedem Schnitt kurz in heißes Wasser und trocknet es ab, so erhaltet ihr saubere Schnittkanten ohne Bruchstellen.

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Klara

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr kein Kokosfett verwenden möchtet, könnt ihr es durch Palmin oder eine Mischung aus Butter und Kokosöl ersetzen. Das Kokosfett sorgt allerdings für die typische Festigkeit und den charakteristischen Geschmack. Für eine noch intensivere Schokoladennote empfehle ich, hochwertige Kuvertüre mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil zu verwenden. Das Shortbread lässt sich übrigens auch einige Tage im Voraus backen und in einer Dose aufbewahren, was die Zubereitung deutlich entspannter macht.

Passende Getränke zum kalten Hund

Zu diesem reichhaltigen Schokoladendessert passt hervorragend ein kräftiger Espresso oder ein Cappuccino, deren Bitterkeit die Süße des Kuchens ausgleicht. Für Kinder oder Nicht-Kaffeetrinker empfehle ich ein Glas kalte Milch, die perfekt mit der Schokolade harmoniert. An Festtagen darf es auch ein süßer Dessertwein wie ein Banyuls oder ein Portwein sein, deren fruchtige Noten wunderbar mit der Schokolade korrespondieren. Im Sommer schmeckt dazu auch ein erfrischender Pfefferminztee sehr gut.

Zusätzliche Info

Der kalte Hund, auch bekannt als Kalter Hund, Kellerkuchen oder Lukullus, entstand vermutlich in den 1920er Jahren in Deutschland. Der Name soll von der Ähnlichkeit mit einem Hundetransportwagen der Grubenbahn stammen, dessen Form an die typische Kastenform erinnert. In der DDR war dieses Dessert besonders beliebt, da es ohne Backofen zubereitet werden konnte und relativ preiswert war. Traditionell wurde es mit einfachen Butterkeksen hergestellt, doch die Variante mit selbstgemachtem Shortbread hebt diesen Klassiker auf ein neues Niveau. Das schottische Shortbread, das hauptsächlich aus Butter, Mehl und Zucker besteht, verleiht dem kalten Hund eine besonders mürbe und butterreiche Textur, die perfekt mit der samtigen Schokoladencreme harmoniert.

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