Frikadellen mit Kartoffelsalat (Brühe & Essig): so wird der Klassiker saftig und würzig

Frikadellen mit Kartoffelsalat (Brühe & Essig): so wird der Klassiker saftig und würzig

Die Frikadellen mit Kartoffelsalat gehören zu den beliebtesten Gerichten der deutschen Hausmannskost. Dieser Klassiker vereint saftige Hackfleischbällchen mit einem würzigen Kartoffelsalat, der mit Brühe und Essig zubereitet wird. Die Kombination aus herzhaften Frikadellen und dem leicht säuerlichen Kartoffelsalat macht dieses Gericht zu einem echten Genuss für die ganze Familie. Mit den richtigen Techniken und einigen Kniffen gelingen sowohl die Frikadellen als auch der Kartoffelsalat perfekt saftig und aromatisch.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung der Brötchen

Die altbackenen Brötchen in kaltem Wasser einweichen und etwa 10 minuten ziehen lassen. Anschließend das Wasser gut ausdrücken, damit die Brötchenmasse nicht zu feucht wird. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Frikadellen später die richtige Konsistenz erhalten und nicht auseinanderfallen.

2. Zwiebeln vorbereiten

Eine Zwiebel sehr fein würfeln. Je feiner die Zwiebel geschnitten ist, desto besser verteilt sich ihr Aroma in den Frikadellen. Die zweite Zwiebel für den Kartoffelsalat ebenfalls fein würfeln und beiseite stellen.

3. Hackfleischmasse zubereiten

Das Hackfleisch in eine große Schüssel geben. Die ausgedrückten Brötchen, die gewürfelte Zwiebel, die Eier und den Senf hinzufügen. Mit Paprikapulver, Majoran, Salz und Pfeffer kräftig würzen. Alle Zutaten mit den Händen gründlich verkneten, bis eine homogene Masse entsteht. Die Masse sollte mindestens 5 minuten geknetet werden, damit sie schön bindig wird.

4. Frikadellen formen

Aus der Hackfleischmasse etwa 12 gleichgroße Frikadellen formen. Die Hände dabei immer wieder mit kaltem Wasser anfeuchten, damit das Fleisch nicht klebt. Jede Frikadelle sollte etwa 2 zentimeter dick sein. Die geformten Frikadellen auf einen Teller legen und kurz ruhen lassen.

5. Kartoffeln kochen

Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in einem großen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Zum kochen bringen und etwa 20 bis 25 minuten garen, bis sie weich sind. Die Garzeit hängt von der Größe der Kartoffeln ab. Mit einem Messer einstechen, um die Garprobe zu machen.

6. Frikadellen braten

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Frikadellen hineinlegen und bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa 5 bis 6 minuten braten. Nicht zu viele Frikadellen auf einmal in die Pfanne geben, damit sie genug Platz haben und schön braun werden. Die Hitze sollte nicht zu hoch sein, damit das Fleisch innen durchgart, bevor es außen verbrennt.

7. Kartoffelsalat-Marinade vorbereiten

Während die Kartoffeln noch kochen, die Gemüsebrühe erwärmen. Den Essig, Zucker, Salz und Pfeffer einrühren. Die Marinade sollte warm sein, damit sie besser von den Kartoffeln aufgenommen wird. Diese Technik macht den Kartoffelsalat besonders aromatisch und saftig.

8. Kartoffeln pellen und schneiden

Die gegarten Kartoffeln abgießen und kurz ausdampfen lassen. Noch warm pellen, das heißt die Schale entfernen. Die Kartoffeln in etwa 5 millimeter dicke Scheiben schneiden. Je dünner die Scheiben, desto besser nehmen sie die Marinade auf.

9. Kartoffelsalat anmachen

Die noch warmen Kartoffelscheiben in eine große Schüssel geben. Die gewürfelte Zwiebel und die in Scheiben geschnittenen Gurken hinzufügen. Die warme Marinade darüber gießen und vorsichtig unterheben. Der Salat sollte nicht gerührt, sondern behutsam gewendet werden, damit die Kartoffelscheiben nicht zerbrechen.

10. Kartoffelsalat ziehen lassen

Den Kartoffelsalat mit dem getrockneten Schnittlauch bestreuen und mindestens 30 minuten ziehen lassen. In dieser Zeit nehmen die Kartoffeln die Aromen der Marinade auf und der Salat wird schön würzig. Bei Bedarf nochmals mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

11. Anrichten und servieren

Die Frikadellen auf vorgewärmten Tellern anrichten und den Kartoffelsalat daneben platzieren. Das Gericht kann warm oder lauwarm serviert werden. Nach Belieben mit frischer Petersilie garnieren.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Um besonders saftige Frikadellen zu erhalten, kann man einen Esslöffel kaltes Wasser oder Mineralwasser mit Kohlensäure in die Hackfleischmasse geben. Die Kohlensäure macht das Fleisch luftiger und saftiger. Außerdem sollten die Frikadellen nach dem Braten kurz ruhen, damit sich die Säfte im Fleisch verteilen können.

Passende Getränke zum Klassiker

Zu Frikadellen mit Kartoffelsalat passt hervorragend ein helles Bier, das die würzigen Aromen des Gerichts unterstreicht. Ein Pils oder ein Helles harmonieren perfekt mit der deftigen Hausmannskost. Wer lieber Wein trinkt, sollte zu einem trockenen Riesling oder einem leichten Silvaner greifen. Diese Weißweine ergänzen die Säure des Kartoffelsalats und bieten einen angenehmen Kontrast zu den herzhaften Frikadellen. Auch ein Radler ist an warmen Tagen eine erfrischende Begleitung.

Zusätzliche Info

Frikadellen sind ein fester Bestandteil der deutschen Küche und werden regional unterschiedlich genannt. In Berlin heißen sie Buletten, in Bayern Fleischpflanzerl und im Rheinland Frikadellen. Die Ursprünge des Gerichts reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Der Kartoffelsalat mit Brühe und Essig ist besonders in Süddeutschland verbreitet, während in Norddeutschland oft die Variante mit Mayonnaise bevorzugt wird. Die Kombination aus Frikadellen und Kartoffelsalat ist ein typisches Sonntagsessen und wird gerne zu Familienfeiern serviert. Traditionell wurden Frikadellen aus Resten vom Sonntagsbraten zubereitet, heute verwendet man meist frisches Hackfleisch.

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