Deftige Käsespätzle: So gelingt der schwäbische Klassiker auch Anfängern garantiert

Deftige Käsespätzle: So gelingt der schwäbische Klassiker auch Anfängern garantiert

Käsespätzle gehören zu den beliebtesten Gerichten der schwäbischen Küche und erfreuen sich weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus großer Beliebtheit. Diese herzhafte Spezialität vereint selbstgemachte Spätzle mit würzigem Käse und karamellisierten Zwiebeln zu einem Gericht, das sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistert. Viele Hobbyköche scheuen sich vor der Zubereitung, dabei gelingt der schwäbische Klassiker mit der richtigen Anleitung auch Anfängern problemlos. Die Zubereitung erfordert keine besonderen Vorkenntnisse, lediglich etwas Geduld und die Bereitschaft, sich auf traditionelle Kochtechniken einzulassen. Spätzle sind kleine, längliche Teigwaren aus Eiern, Mehl und Wasser, die durch ein spezielles Küchengerät gepresst werden. Das Besondere an diesem Gericht ist die Kombination aus verschiedenen Käsesorten, die beim Schmelzen eine cremige Konsistenz entwickeln und den Spätzle ihren unverwechselbaren Geschmack verleihen.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. den spätzleteig vorbereiten

Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel und formt in der Mitte eine Mulde. Schlagt die Eier hinein und fügt das Salz sowie eine Prise Muskatnuss hinzu. Beginnt nun, die Zutaten mit einem Holzlöffel zu verrühren und gießt dabei nach und nach das Mineralwasser dazu. Rührt den Teig kräftig für etwa fünf bis sieben Minuten, bis er Blasen wirft und sich vom Löffel zieht. Diese Konsistenz ist entscheidend für gelungene Spätzle. Der Teig sollte zähflüssig sein und langsam vom Löffel tropfen. Lasst den Teig anschließend etwa zehn Minuten ruhen, damit das Mehl die Flüssigkeit vollständig aufnehmen kann.

2. die zwiebeln karamellisieren

Schält die Zwiebeln und schneidet sie in feine Ringe. Erhitzt das Öl zusammen mit der Hälfte der Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gebt die Zwiebelringe hinein und bratet sie unter gelegentlichem Rühren goldbraun an. Karamellisieren bedeutet, dass die Zwiebeln langsam bräunen und dabei ihren natürlichen Zucker entwickeln, was ihnen eine süßliche Note verleiht. Dieser Vorgang dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Würzt die Zwiebeln mit etwas Salz und Pfeffer und stellt sie warm.

3. das kochwasser vorbereiten

Bringt einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen. Das Wasser sollte gut gesalzen sein, etwa wie Meerwasser schmecken. Reduziert die Hitze etwas, sobald das Wasser kocht, sodass es nur noch leicht siedet. Zu starkes Sprudeln würde die Spätzle beschädigen und ihre Form beeinträchtigen.

4. die spätzle zubereiten

Füllt den Spätzleteig portionsweise in die Spätzlepresse. Presst die Spätzle direkt ins siedende Wasser. Arbeitet zügig, aber ohne Hektik. Die Spätzle sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen, was nach etwa zwei bis drei Minuten der Fall ist. Hebt sie mit einer Schaumkelle heraus und lasst sie gut abtropfen. Gebt die fertigen Spätzle in eine vorgewärmte Schüssel und haltet sie warm. Wiederholt den Vorgang, bis der gesamte Teig verarbeitet ist.

5. käse und spätzle schichten

Mischt die beiden Käsesorten in einer Schüssel. Nehmt eine ofenfeste Form oder eine große Pfanne und schichtet abwechselnd Spätzle und geriebenen Käse hinein. Beginnt mit einer Schicht Spätzle, bestreut diese großzügig mit Käse und wiederholt den Vorgang, bis alle Spätzle und der gesamte Käse verbraucht sind. Die oberste Schicht sollte aus Käse bestehen, damit eine schöne goldene Kruste entsteht.

6. die käsespätzle gratinieren

Gebt die restliche Butter in kleinen Flöckchen auf die oberste Käseschicht. Stellt die Form für etwa fünf bis sieben Minuten in den auf zweihundert Grad vorgeheizten Backofen oder unter den Grill, bis der Käse vollständig geschmolzen ist und eine leicht gebräunte Oberfläche bildet. Alternativ könnt ihr die Spätzle auch in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und den Käse darin schmelzen lassen, wobei ihr vorsichtig umrührt.

7. anrichten und servieren

Verteilt die heißen Käsespätzle auf vorgewärmte Teller und gebt großzügig karamellisierte Zwiebeln darüber. Bestreut das Gericht mit gefriergetrocknetem Schnittlauch und serviert es sofort, solange der Käse noch schön cremig ist. Die Käsespätzle schmecken am besten, wenn sie direkt nach der Zubereitung genossen werden.

Klara

Tipp vom Chefkoch

Für besonders luftige Spätzle verwendet mineralwasser mit kohlensäure im teig. die kohlensäure macht den teig lockerer und die spätzle werden zarter. achtet darauf, dass das kochwasser nur leicht siedet und nicht zu stark sprudelt, sonst werden die spätzle matschig. wenn ihr keine spätzlepresse habt, könnt ihr auch ein spätzlebrett verwenden oder den teig durch ein grobes sieb streichen. mischt verschiedene käsesorten nach eurem geschmack, traditionell werden emmentaler und bergkäse verwendet, aber auch gruyère oder appenzeller passen hervorragend. die karamellisierten zwiebeln könnt ihr in größerer menge vorbereiten und im kühlschrank aufbewahren, sie halten sich mehrere tage und passen auch zu anderen gerichten.

die perfekte weinbegleitung

Zu deftigen Käsespätzle passt am besten ein trockener Weißwein aus der Region, beispielsweise ein württemberger riesling oder ein silvaner. Diese Weine haben genügend säure, um die cremigkeit des käses auszugleichen und den gaumen zu erfrischen. Alternativ harmoniert auch ein leichter trollinger, ein typisch schwäbischer rotwein, hervorragend mit diesem gericht. Für liebhaber von bier empfiehlt sich ein süddeutsches helles oder ein weizenbier, dessen frische ebenfalls gut zur deftigen speise passt. Serviert die getränke gut gekühlt bei etwa acht bis zehn grad.

Zusätzliche Info

Käsespätzle sind ein traditionelles gericht aus schwaben, das seine wurzeln in der bäuerlichen küche hat. Ursprünglich war es ein arme-leute-essen, das aus einfachen, regional verfügbaren zutaten zubereitet wurde. die kombination aus eiern, mehl und käse bot den landarbeitern eine nahrhafte und sättigende mahlzeit. heute gilt das gericht als kulinarisches aushängeschild baden-württembergs und wird in zahlreichen varianten serviert. in der allgäuer variante werden die spätzle beispielsweise mit bergkäse zubereitet, während in anderen regionen auch limburger oder andere würzige käsesorten verwendet werden. Traditionell werden käsespätzle in schwaben oft mit einem grünen salat serviert, der einen frischen kontrast zur deftigen hauptspeise bildet. das gericht ist besonders in der kalten jahreszeit beliebt, da es von innen wärmt und lange sättigt.

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